Lüttich-Bastogne-Lüttich
Mein erstes Radsport-Monument habe ich nun hinter mir. Puh, wirklich hart war es! Nach einem verhaltenen Start, fuhren wir erst eine Runde von Bastogne nach Bastogne ohne Berge, um dann anschließend die acht Bergwertungen des Ardennenklassikers unter die Räder zu nehmen.
Nach etwa 40 von 183,7 Kilometern, löste sich die erste Gruppe mit etwa 15 Fahrern. Mit dabei unser junger Hajo Benning der an diesem Tag und auch in Cadolzburg ein tolles Rennen fuhr! Als der Däne Sebastian Lander dann einen Vorstoß vom Feld in diese Gruppe wagte, sprang ich mit und tat dabei wohl zuviel. Den am Berg angekommen war ich platt, nicht an der Spitzengruppe dran und somit wieder vom Feld geschluckt. Ich hatte echt zu kämpfen zu diesem Zeitpunkt das Feld von noch 180 Fahrern zu halten. In der Abfahrt vom Berg dann hatte ich richtig Glück. Einem Massensturz der sich durch das ganze Feld und über die ganze breite der Straße zog konnte ich mit Ach und Krach noch durch den Acker entweichen. Bei der nächsten Bergwertung - mit dezimiertem Feld - in Wanne ging es dann schon besser. Es fielen immer mehr Fahrer ab, sodass wir am Gipfel eine, etwa 30 Mann Gruppe waren. Hier dabei zu bleiben kostete mich viel Kraft, doch ich kenne ja meinen Diesel Motor und machte mir keinen Kopf wegen der schlechten Beine. Es wird ja bekanntlicher weise besser! Doch das wurde es an diesem Tag nicht. Eine Bergwertung überlebte ich noch, doch an der Redoute – 2,5km, enorm steil neben einer Autobahn hoch – kostete es mich. Ich verpasste nach der Kuppe den Anschluss an das Feld und hoffte auf eine technische Abfahrt um durch gute Kurventechnik, wieder an das Feld dran zu kommen. Doch es kam eine breite, leicht abschüssige Straße, welche mir keine Chance gab wieder ans Feld zu kommen. Nach weiteren erfolglosen zehn Kilometern Verfolgungsjagd, resignierte ich und fuhr mein Tempo ins Ziel.
Dort angekommen war ich total platt! Ich kann mich nicht an das letzte, so schwere Rennen erinnern!