Kriterium Rülzheim
Der Bericht zum Großen Preis der Brauerei Bellheimer in Rülzheim kommt leider erst heute, da ich in den letzten zwei Tagen einfach zu viel um die Ohren hatte. Am Sonntag fuhr ich direkt weiter nach Würselen bei Aachen um dort bei Teamkollege Olli Johr zu übernachten und mich am nächsten Tag im 50 Kilometer entfernten Köln an der Universität einzuschreiben. Somit bin ich jetzt auf der sicheren Seite was meine Zukunft angeht. Ich plane zwar weiterhin mit einer Karriere im Radsport, will jedoch im Zweifelsfall nicht mit leeren Händen da stehen... Nachdem ich Montag morgen nach Köln hetzte und mich einschrieb, fuhr ich nach Hause und stieg dort um vier aufs Rad um noch ein paar Intervalle zu fahren. Gestern musste ich dann leider feststellen, dass mein Schalthebel seit meinem Sturz beim Rems-Murr-Pokal immer mehr die Funktion bestreikte und nun endgültig resignierte. Auch in zusammenarbeit mit Tabitha konnte ich das Problem nicht lösen und musste meine Berg-EB`s mit der Scheibe fahren...
Jetzt aber zum Rennen! Die Radsportverrückten Rülzheimer veranstalteten nicht ein Rennen, nicht zwei Rennen, nein vier Rennen an zwei Tagen. Ich fuhr allerdings nur das 80 Kilometer lange Kriterium am Sonntag. Und dort wurde ich zu meiner Überraschung und Freude noch einmal mit einem Blumenstrauß für den Europameistertitel geehrt. Ganz praktisch, denn dadurch stand ich beim Start in der ersten Reihe. Dies war von Vorteil, denn bereits nach etwa 10 Runden setzten sich zuerst zwei einzelne Fahrer ab und dann eine drei Mann Gruppe. Da ich heute nicht alleine am Start war, sondern noch vier weitere Teamkollegen hatte, besprachen wir vorher bei jedem Racing Student und bei jedem Möbel Ehrmann Fahrer mitzuspringen. Bis dahin klappte dies hervorragend und jetzt wusste ich, dass es Zeit für mich war, mitzuspringen. Andi Mayr, Patrick Nuber und Andreas Fließgarten, das war die Gruppe des Tages!
Wir überrundeten das Feld auf dem 1,3 Kilometer langen Kurs innerhalb von 10 Runden und wir (Team Seven Stones) kontrollierten von jetzt an das geschehen. Leider lies es die Rennsituation nie zu, dass ich einen Punkt ersprintete – dazu kam noch ein kleines Missverständnis.
Letztendlich wurde ich in einem sehr stark besetzten Kriterium achter und kann damit, so denke ich, ganz zufrieden sein. Florenz Knauer wurde 11. und Michael Hümbert 14. Als Kriteriums-unerfahrenes Team ist das so ganz ok!