Cinturon Ciclista a Mallorca 2. Etappe
Die zweite Etappe der Mallorca Rundfahrt war eine ganz neue. Im Gegensatz zu den anderen Etappen, welche dieselben Strecken wie auch in den vorherigen Jahren hatten, war diese mit dem Anstieg durch das Tal nach Valdemossa und dem Soller von der bewaldeten Seite, ganz neu im Programm der Cinturon.
Wie immer war die Anfangsphase geprägt von Attacken und demnach sehr schnell. Nach dem gestrigen Tag gab es für mich auch nur die Flucht nach vorne, um nicht völlig enttäuscht von der Rundfahrt nach Hause zu fahren. Ich probierte es mehrere Male, kam allerdings nicht weg. Erst nach etwa 60 Kilometern gelang es einer, doch recht großen Gruppe von 15 Fahrern, sich vom Feld abzusetzen. Dass ich in dieser nicht dabei war ein Fehler. Dieser egalisierte sich jedoch teilweise durch das Tal nach Valdemossa und dann noch vollends am Col de Soller. Am Soller konnte ich leider die Spitzenfahrer nicht halten, weshalb ich die schmierige Abfahrt mit vollem Risiko fuhr und mich dann unten in einer 20 Mann Gruppe in der Verfolgung der ersten großen Gruppe wiederfand. Wir schafften nach etwa 10 Kilometern noch den Anschluss an diese Gruppe und fuhren so die letzten 40 Kilometer einer neun Fahrer starken Spitzengruppe hinterher.
Ich hatte zwar etwas mehr von mir selbst erwartet, scheinbar reicht die Bergform allerdings noch nicht für die besten aus. Mit einem 55er Schnitt rasten wir den neun Fahrern an der Spitze des Rennens hinterher, weil der Spanier im Gelben Trikot und der Zweitplatzierte – ein Fahrer vom Team Joker Merida – in meiner Gruppe waren und diesen beiden wenn die Gruppe ankam, der Verlust ihrer Trikots drohte. Bis Sa Pobla – das Ziel war in vor dem Hotel Playa de Muro in Alcudia – fuhren wir so in Einerreihe der Gruppe hinterher und kamen nicht näher.
Das Tempo verschleppte sich Zunehmens, weil nun jeder ein Einholen der Gruppe für unmöglich hielt. Ich konzentrierte mich also auf den Sprint und fuhr diesen, so denke ich, ohne einen Teamkollegen als Anfahre recht passabel. Als mäßiger Sprinter wurde ich Siebter im Sprint und somit insgesamt 16.